Revierbahn West: Unsere klare Präferenz bleibt die alte Kreisbahntrasse

Revierbahn West

Wir setzen uns seit unserer Gründung für eine Schienenverbindung nach Aachen ein. Und nach unserer Überzeugung ist eine in absehbarer Zeit realistisch umsetzbare Verbindung nur über die alte Kreisbahntrasse über Kirchberg, Koslar und weiter Richtung Puffendorf möglich.

Die Strecke ist nicht entwidmet, Grund und Boden gehören dem Kreis Düren und die notwendigen Querungen von Straßen, Autobahnen und Gewässern sind Bestand. Gleichzeitig würde der große Wirtschafts- und Lebensraum Alsdorf/Baesweiler direkt mit Jülich verbunden. Auch der ländliche Raum mit großen Jülicher Stadtteilen wie Koslar und Kirchberg, Haus Overbach, dem zukünftigen „Tor zum Indesee“ und möglichen Park-and-Ride-Angeboten würde unmittelbar profitieren.

Und genau hier passiert bereits etwas: Die EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) reaktiviert die bestehende Bahnstrecke schrittweise in Richtung Siersdorf. Warum sollte man diese Entwicklung nicht konsequent auf bestehender Trasse bis Jülich weiterdenken?

Aus unserer Sicht hätte genau diese Verbindung längst mit Nachdruck verfolgt werden müssen.

Die direkte Trasse über Aldenhoven ist auf dem Papier einige Minuten schneller. Aber dafür müsste eine weitgehend neue Bahnstrecke geplant und gebaut werden. Neue Flächen, neue Querungen, neue Bauwerke und langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren sind notwendig. Wie lange solche Projekte dauern können, zeigt das Trauerspiel um den seit Jahren geplanten Lückenschluss Linnich–Baal leider überdeutlich.

Für uns ist deshalb klar: Es reicht nicht, die schnellste Linie auf einer Karte zu zeichnen. Entscheidend ist, welche Bahn tatsächlich gebaut werden kann, möglichst viele Menschen erreicht und unserer Region den größten Nutzen bringt.

Im Stadtrat gab es für unsere Präferenz allein keine Mehrheit. Um die Revierbahn West nicht durch einen politischen Stillstand zu gefährden, haben wir deshalb einem Kompromiss zugestimmt: Sowohl die von uns favorisierte Verbindung über Siersdorf und die alte Kreisbahntrasse als auch die direkte Variante über Aldenhoven werden gleichberechtigt in das weitere Verfahren eingebracht.

Diesen demokratischen Kompromiss tragen wir mit.

An unserer eigenen Überzeugung ändert das aber nichts: Die Verbindung über Siersdorf und die alte Jülicher Kreisbahn ist die sinnvollere, regional stärkere und vor allem realistischere Perspektive für eine Schienenverbindung zwischen Jülich und Aachen.

Jetzt sollten  endlich Taten folgen werden, statt weitere Jahrzehnte über Linien auf Karten zu diskutieren.

Antrag

Sitzungsunterlagen

MITdenken – MITreden – MITgestalten – MITeinander

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